Solidarität mit Afghanistan!

Der Rote Stern Flensburg unterstützt den Aufruf zur Solidaritätsdemo am 18.08.2021 um 18.00 Uhr vom Südermarkt.

Hier der ganze Aufruf:

In Afghanistan drängen die Taliban in alle Bereiche vor und beherrschen die Lage. Die Rechte und Freiheit unschuldiger Menschen – darunter viele Frauen und Kinder – sind in Gefahr. Gerade die Menschen, die sich in den letzten Jahren aktiv für Menschenrechte und Demokratie eingesetzt haben, sind jetzt besonders von Folter und Tod bedroht. Auch aus Europa abgeschobene Menschen oder Angehörige von hier lebenden Menschen sind akut gefährdet.
Im Moment wird deutlich, was viele Menschen seit Jahren sagen: Afghanistan war und ist nicht sicher!
Immer mehr Regierungen evakuieren ihre Staatsangehörige, während gefährdete Personen nicht wissen, an wen sie sich wenden können. Es gibt keine sicheren Gebiete in Afghanistan, es gibt keinen internen Schutz vor der Taliban. Wir fordern ein Notaufnahmeprogramm für gefährdete Personen
einen umfassenden und grundsätzlichen Stopp von Abschiebungen nach Afghanistan Bleiberechtsperspektiven für die hier lebenden Menschen aus Afghanistan.
Wir möchten nicht widerspruchlos zuschauen, wie die Menschen in Afghanistan ihrem Schicksal überlassen werden.
Lasst Afghanistan nicht sterben!
Holt die Menschen raus!
#luftbrückenachkabul

Luftbrücke für Kabul

Roter Stern Flensburg unterstützt die Forderungen der Aktion Kabul Luftbrücke:

Wir sind schockiert über die Entwicklungen in Afghanistan. Es ist ein Versagen auf ganzer Linie: das Versagen der internationalen Gemeinschaft, das Land zu stabilisieren und das Versagen, die Menschen, die beschützt werden müssen, rechtzeitig zu retten!

Mehr Infos: https://www.kabulluftbruecke.de/ 

Ein Ball auf Reisen

Ein vermeintlich unaufindbarer Fussball liegt im Knick abseits des Fussballplatzes. Er solle es gut sein lassen. Ein Ball weniger sei nicht so schlimm. Es seien schließlich noch ausreichendend Bälle im Ballnetz vorhanden, schallt es durch das Dickicht. In diesem Augenblick, zwischen Brennnesseln und Dornenbüschen, entstand die Idee. Ein verschollen geglaubter Ball ist hier in Deutschland nicht viel wert. 5000 km südlicher würde der Ball nicht einfach so zurück gelassen werden. Ohne Ball, jedoch mit einer tollen Idee, bahnt sich Kekeli seinen Weg durch das Gestrüpp zurück zum Platz.

Seine Idee: Warum könnte man nicht unbenötigte Trikots, Hosen, Stutzen und Bälle einsammeln und in sein Heimatland nach Togo schicken? Der Stellenwert des Fussballs ist in Togo mindestens genau so hoch wie bei uns, wenn nicht sogar höher. Doch die Bedingungen sind mit unseren nicht zu vergleichen. Seit 2019 kickt Kekeli für den Roten Stern Flensburg. Er lebt hier mit seiner Frau und macht aktuell eine Ausbildung zum Erzieher.

Schnell bekam Kekeli innerhalb des Vereins Unterstützung für sein Vorhaben. Es wurden ausrangierte Trikots, Leibchen, Getränkeflaschen und Bälle gesammelt und gelagert. Dies war der einfache Part. Viel komplezierter gestaltete sich der Transport der Sachen von Flensburg nach Togo. Durch einen glücklichen Zufall lernte Kekeli dann jedoch jemanden aus Togo in Flensburg kennen, der zufällig auch noch in der Logistikbranche arbeitet. Durch diese schicksalhafte Begegnung, wie Kekeli diese selbst beschreibt, konnte der Transport von Flensburg nach Hamburg und die weitere Verschiffung nach Togo ermöglicht werden.

Nach über einem Monat und etwas mehr als 5000 km waren alle, wirklich alle, Sachen im Hafen von Lomè (Hauptstadt von Togo) angekommen. Eine riesige Erleichterung. Es kommt nicht selten vor, dass ein Teil der Fracht während der Überfahrt spurlos verschwindet, berichtet Kekeli. Doch in unserem Fall konnte die Reise für das komplette Gepäck weitergehen und zwar in Kekelis Heimatdorf Kpalimè. Am Zielort angekommen war die Freude überwältigend. Die Menschen vor Ort bekamen erst kurz vorher Bescheid, dass mehrere Pakete aus Flensburg auf dem Weg zu ihnen seien.
Die Übergabe fand „natürlich“ auf dem Sportplatz statt – wo sonst? Doch bevor die Sachen überreicht und mit großer Freude entgegegen genommen wurden, bildeten die Menschen einen Halbkreis, um für Kekeli und alle Beteiligten zum Dank zu beten.

Kleine, für uns oft selbstverständliche Dinge wie ein verloren geglaubter Fussball, können anderswo großes bewirken, sagt Kekeli. Vielleicht können wir in Zukunft die Verbindung nach Togo intensivieren, uns austauschen, besser vernetzen und weitere Aktionen starten. Alle, die dazu Lust haben, sind herzlich willkommen.

Love Football – Hates Racism!

Tag der Befreiung

Am 8.Mai luden VVN-BdA und DGB zum lokalen Gedenken an den Tag der Befreiung vor 76 Jahren. Rund 60 Personen folgten dem Aufruf – darunter auch etliche Sterne – und versammelten sich am Ehrenmal für die Opfer der Naziherrschaft auf dem Friedenshügel. In Schleswig-Holstein ist der 8.Mai seit diesem Jahr ein offizieller Gedenktag.